Kategorie: Allgemein
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München, 21. November
Die Zugfahrt begann hektisch. 10 Minuten Verspätung, „Beeilen sie sich!“ Die Räder müssen ganz nach vorne in ein spezielles Abteil, dann rennen wir mit dem ganzen Gepäck etliche Waggons entlang. „Wir fahren sobald sie eingestiegen sind.“ Wir standen noch atemlos im Gang, schon setzt er sich in Bewegung. Uff! Durchatmen und gemütlich machen. Die Welt…
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Bozen, 20. November
Im Piccerella Ristorante verstehen sie ihr Handwerk. Wie am Fließband, purer Genuss. Der Laden ist gerammelt voll, die Leute stehen Schlange um einen Tisch zu bekommen. Unser Zug fährt erst um halb drei, so haben wir noch genügend Zeit uns umzuschauen. Bozen ist ein erhellendes Städtchen. In den Bäumen glänzen die Äpfel auffällig rot. Sie…
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Bozen, km 3596 (I)
Letzte Etappe, hurra, wir sind angekommen! Vermutlich waren wir die Ersten, die im Gran Hotel Trento Camping gemacht haben. Frische Tortellini, Spinaci e Ricotta, darüber eine ordentliche Portion Spinat geschichtet und ein ganzer Berg geriebener Pecorino. Wenn ich heute die Felsen hochblicke und die Augen schneebedeckte Gipfel finden, so sieht das ähnlich aus, wie der…
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Trento, km 3527 (I)
Nordwind die ganze Nacht, Nordwind um acht, Nordwind um neun … gegen halb drei lässt er plötzlich nach. Soviel zu Theorie und Praxis. Die Sache ist wohl nicht nur durch die Sonne zu erklären, sondern viel komplexer. Egal, wir haben uns am Nachmittag gefreut, als nicht nur die Nase lief, sondern auch der Tacho flotter…
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Sant Ambrogio di Valpolicella, km 3441 (I)
Strahlend blauer Himmel, noch etwas kühl, aber das wird sich sehr bald ändern. So schön, in die Natur hinaus zu fahren. Den Po tauschen wir gegen die Etsch und ganz in der Ferne kann man schon die Silhouette der Alpen und der Dolomiten ausmachen. Wir bleiben aber hier am Fluss und bewundern die flatternden Absperrbänder…
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Legnago, km 3369 (I)
Nebbia heißt Nebel. Er lag am Morgen über der erwachenden Welt und er war dicht. Wir haben gutes Licht am Rad, Blinklichter an den Taschen machen zusätzlich auf uns aufmerksam. Man wünscht uns gute Fahrt, wir sollen vorsichtig sein. Jeden Tag ziehen wir eine weite Schicht Kleider an. Sieben Grad waren es beim Start. Dafür…
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Argento, km 3262 (I)
Die Nacht blieb ruhig, Alarm erst am Vormittag. Punkt zehn hat jemand den Wind eingeschaltet. Och nee, jeden Morgen das gleiche, ab 10 Uhr Windalarm und heute deutlich stärker. Ducken bringt nicht viel. Um ihm weniger Angriffsfläche zu bieten, müssten wir das Gepäck schrumpfen, aber da sind ja die ganzen Schätze drin. Also kriechen wir…
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Cesenatico, km 3181 (I)
Es traf uns keine Schuld. Wir haben keinen Topf auf dem Herd vergessen, auch keine Fische im Hotel gegrillt. Mitten in der Nacht sind wir hochgeschreckt. Was ist das? Dieter tippt auf eine Alarmanlage von den Autos vor dem Fenster. Ich öffne die Zimmertür, das Geräusch wird ekelhaft schrill, ein grelles Rot blinkt im Flur.…
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Senigallia, km 3082 (I)
Wir sind ja keine Hotel – Frühstücksexperten. Ich habe Eier erblickt, so was hatten wir schon ewig nicht mehr. Gleich hab ich eins geschnappt, wollte das pellen. Aber bei genauerem Hinsehen: Vorsicht Falle, die Eier sind roh … es gibt einen großen viereckigen Kasten mit heißem Wasser und Vorrichtungen zum Versenken der Eier, oder: eine…
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San Bendetto del Tronto, km 2962 (I)
Das Häuschen gab es nur mit Frühstück, und das war überraschend gut. Normalerweise gibt es ein aufgebackenes Cornetto (Hörnchen) oder zwei Fette Biscote (Zwiebackscheiben) plus Kaffee. Aber die hatten ein richtiges Buffet mit allem was man sich so wünscht. Ein guter Start in den Tag. Direkt das nächste Highlight: Wir denken es ist der Gran…
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Termini, km 2843 (I)
Die Restaurants öffnen erst um acht, schrieb ich gestern. Das ist uns ja eigentlich viel zu spät. Um fünf wird es dunkel und dann haben wir Hunger. Bis unser Essen gar war, hatten die Restaurants gestern eher schon wieder geschlossen. Der Gaskocher aus Montenegro, made in China hat uns geärgert, ist ständig ausgegangen, die Flammen…
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Apricena, km 2739 (I)
On the road again. So ein Tag Pause mit viel Sonne und Schlaf wirkt Wunder. Wir husten nicht mehr, gestern kam mein Geruchsinn zurück. Seit Corona in der Welt ist, war das schon das dritte Mal, dass ich tagelang nicht´s mehr gerochen habe, obwohl die Nase nicht verstopft war. Egal, Hauptsache, ich kann den Fisch…
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Barletta, 9. November (I)
Strahlend blauer Himmel, perfektes Radelwetter, aber wir beschließen hier zu bleiben. Einfach in der Sonne sitzen, lesen, ein wenig Spazieren gehen. Ein Tag Pause schadet der Genesung sicherlich nicht und mal ehrlich, Barletta ist ein superschönes kleines Städtchen mit uralten engen Gassen, so richtig italienisch, wie man es sich vorstellt. Unsere Unterkunft ist direkt am…
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Barletta, km 2641 (I)
Dieter hat die Räder gut festgezurrt, während ein LKW nach dem anderen, rückwärts in den endlos langen Bauch des Schiffes eintaucht. Die Superfast II Piräus hat ein enormes Fassungsvermögen, es dauert fast zwei Stunden bis sie beladen ist. Ganz oben auf dem Sonnendeck kann man einen letzten Blick auf Patras, die Berge und – ganz…
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Patras (GR)
Kurz vor der Abfahrt gestern, ist ein Unglück passiert. Adoni, der Kater, ist vom Dach gefallen und schreit erbärmlich. Keiner weiß warum und wieso das geschehen ist. Er liegt oft auf dem Dach und kennt den Weg nach unten. Einem gesunden Kater hätte dieser Sturz wohl nicht s getan, aber Adoni wurde vor einiger Zeit…
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Vasilitsi, 6. November
Sie wurde vor zwanzig Jahren gepflanzt und ist ein Prachtexemplar. Die Rede ist von einer Phoenixpalme. Ganz oben aus der Krone ist ein junger Trieb herausgebrochen. Das bedeutet nicht´s Gutes, sondern, dass sie von Käfern befallen ist, dem Palmenrüssler, der aus Asien eingeschleppt wurde. Die Käfer sind nicht das Problem, aber die Larven. Die haben…
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Vasilitsi, 5. November
Gestern in Kalamata entdeckt. Den Hund auf dem Tresen fand ich so klasse. Der heftige Wind hat die Wolken davongeblasen, am Abend ist der Himmel sternenklar. Wenn man ein paar Meter runter zum Meer geht hat man die volle Rundumsicht. Die Michstraße spannt sich weit über unseren Köpfen, am Horizont sieht man die Lichter der…
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Vasilitsi, 4. November
Rudolf ist gestern nach Hause geflogen. Kalamata International Airport, sehr überschaubar. Der Flughafen wird zivil und militärisch genutzt. Wenn einer der grauen Jets abhebt, betäubt es die Ohren. Bis in die Altstadt ist es nicht mehr weit und Anne weiß wo es das beste Brot, süße Leckereien namens Bugatsa und meine geliebten Spinattaschen zu kaufen…
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Vasilitsi, 3. November
Ein kleiner Nachtrag zu unserer lustigen Absackerkneipe: Die Decke hängt voller Eiswürfelbeutel, prall gefüllt mit Wasser. Die sollen durch ihr Glitzern die Fliegen vertreiben. Es schwirrt tatsächlich auch nicht´s rum … Gestern war Großkampftag. Am Morgen kippte der LKW zwei Sandhaufen in den Garten, Säcke voller Zement werden angeschleppt, die Männer rollen Steine. Unten soll…
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Vasilitsi, 2. November
Es war ein schöner Geburtstag. Anne knattert mit dem R4 Kistchen zur Bäckerei Kuchen kaufen, ich darf sie begleiten. „Galakto buriko“, eine Spezialität mit Griespudding, Honig und so einer Art Blätterteig. Als wir die Beute nach Hause bringen, sitzen Patrick, Dieter und Wasili am Tisch, die sind schon beim Bier. Wasili ist ursprünglich aus Albanien,…
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Vasilitsi, km 2575 (GR)
Am Morgen rief die Burg nach uns. Methoni Castle, dem kleinen Städtchen vorgelagert. Eine alte Festung, von Wogen umspült, die dicken Mauern kühlen, wenn man in ihre Nähe kommt. Das alte Gemäuer hat seinen speziellen Duft. Der Turm ganz am Ende ist von Vögeln besetzt, da riecht es nicht nur nach Geschichte. Der Ort hat…
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Methoni, km 2549 (GR)
Die Kneipen am Abend waren voll und laut, alle sind unterwegs. Wir haben mitgemischt, sind auf dem Rückweg über dieses Auto gestolpert: Was ist das? Dieter plädiert für einen Hand –Vertikutierer. Nun wissen wir es: diese Rädchen dienen zur Olivenernte. Die Bauern und Erntehelfer lassen am Sonntag nicht die Arbeit ruhen, sondern sind fleißig am…
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Kyparissia, km 2478 (GR)
Vollkommend überraschend waren wir nicht allein. Menschen aus aller Welt wollen die Wiege der Olympischen Spiele besuchen. Sie kommen in Gruppen, zahlreich, die meisten im Reisebus. Es ist eine richtige Völkerwanderung am Morgen in Richtung der alten Steine. Heute ist Nationalfeiertag in Griechenland, der Eintritt ist frei und daher kamen vielleicht noch ein paar mehr…
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Olympia, km 2416 (GR)
Die abendliche Vorbereitung lief gut! Frisch gestärkt ziehen wir los. Heute keine Orangenplantagen, rechts und links des Weges glänzen die Planen von unzähligen Gewächshäusern. Erdbeeren, Erdbeeren Erdbeeren, soweit das Auge blicken kann … auch felderweise Rote Bete, Karotten, Auberginen … Das Gemüse wächst friedlich vor sich hin und tut uns nicht´s. Seit wir in Wien…
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Alissos, km 2309 (GR)
Die beiden Basilikumzweige haben mit ihrem guten Aroma unsere Nudeln verfeinert, wir danken der Spenderin nochmals. Ich sagte gestern, dass wir viel zu viele Dinge eingekauft hatten. Das ist nicht ganz richtig, es waren einfach nur viel zu große Packungen. Ein riesiges Brot, sehr lecker, aber es wird uns auch noch übermorgen ernähren. Milch, ein…
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Mesolongi, km 2235 (GR)
Wir wurden fürstlich bekocht. Oma stand in der Küche, Opa hat bedient. Wir waren die einzigen Gäste, bis auf die Großfamilie. Omi hat uns auch zwei Gerichte gebracht, begleitet von einem ewig langen Wortschwall, den wir nur anhand ihrer Gesten interpretieren können. Lächeln, Nicken, das wird schon alles seine Richtigkeit haben. Es gab griechischen Salat,…
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Amfilochia, km 2153 (GR)
Ich versuche immer, die griechischen Buchstaben zu entziffern. Das klappt auch schon ganz gut und ich freue mich, wenn ich dann auf ein Wort stoße, mit dem ich auch was anfangen kann. So z. B. heute Morgen, quer über dem Milchpäckchen ist das Wort Fresco zu lesen. Dieter hat direkt das Handy gezückt, wahrscheinlich will…
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Kanali, km 2063 (GR)
„Cool, wir haben die 2000 km voll!“… Dieter, mein kleiner Statistiker, sagt: „Wir haben auch schon über 20.000 Höhenmeter.“ Ich denke mir: das sind ja grade mal 20 km. Eine schöne Tagesetappe beim Wandern, zum Halbmarathon fehlt noch einer… – gar nicht viel. Dann kommt mir ein anderer Vergleich in den Sinn: wir sind nun…
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Igoumenitsa, km 1985 (GR)
Unsere Unterkunft für die Nacht war ein richtiges Hotel. 30 Euro mit Frühstück. – Frühstück? Was uns der Kellner auftischt, hätte locker einem ausgedehnten Sonnatgsbrunch entsprochen. Omelett, Käse, Tomaten Oliven, bergeweise Brot und gebackene Teilchen, NUTELLA! Selbst Dieter sagt, „die wissen schon, dass wir nur zu zweit sind“ … und dann kam die Obstplatte ……
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Ksamil, km 1931 (AL)
Helle Aufregung am Morgen. Die Schnecke ist nicht mehr da. Sie ist einen ganzen Tag bewegungslos an meiner Fahrradgabel gehangen und dann schleicht sie sich einfach davon. Ich habe unter Schränke, Tische, Stühle geschaut, im Badezimmer: Nicht´s, wie vom Erdboden verschluckt. Nach dem Frühstück will Dieter die Taschenlampe holen um die Suchaktion fortzusetzen, stößt versehentlich…
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Sarandë, km 1908 (AL)
Wir saßen gestern Abend noch recht lange auf unserem schönen Balkon vor dem Häuschen, ließen den Tag Revue passieren. „Als es so richtig steil wurde, musste ich das Licht am Rad ausschalten, sonst hätte der Strom für das GPS nicht mehr gereicht. Wir waren einfach zu langsam“ sagt Dieter. „Ich musste teilweise im Stehen fahren,…
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Himarë, km 1853 (AL)
Vlore ist ähnlich zugebaut wie der Strand von Durrës. Mehrere Kilometer fahren wir an Luxus Hotels vorbei. Es wird viel gebaut und nachgebessert in der Nebensaison. Die Hundchen interessieren sich nicht für uns, aber gefühlt blicken sie traurig. Dann sehen wir „Unseren Dicken“. Er scheint in den Wolken zu liegen. Das war nicht unser Plan,…
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Vlore, km 1783 (AL)
Neblig war es heute Morgen. Die ersten Kilometer ist ein kleiner weißer Hund neben uns her gelaufen. Am liebsten hätte man ihn mitgenommen. Aber ob ein frei lebendes Tier das will? Straßenhunde gibt es viele, sie schauen nicht unterernährt aus, vermutlich fällt immer mal ein Bissen für sie ab. Unser kleiner Kerl hat irgendwann das…
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Durrës (AL)
Der gestrige Wind hat einen Wettereinbruch mit sich gebracht. Von Italien zieht eine Regenfront über das Land. Wir haben die Buchung für unser Pfannen-Häuschen direkt um einen weiteren Tag verlängert. Der Vormittag ist total verregnet. Wir waschen schmutzige Socken, planen die weitere Strecke, vergleichen Höhenprofile. Es sieht wohl so aus, dass wir uns doch für…
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Durrës, km 1654 (AL)
Es hat nicht gebrannt sondern geregnet und gestürmt. Am Morgen waren überall Pfützen auf der Straße. Blätter und ähnliches Zeugs kam pfeilschnell auf uns zu oder flog auf Augenhöhe von links nach rechts. Seitenwind, heftige Böen, da heißt es den Lenker gut festhalten. Meine Nase läuft immer so ein kleines bisschen. Und wenn dann so…
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Lezhë, km 1575 (AL)
Frühstück auf dem Balkon, heute mit Blick auf ein Minarett, der Muezzin- Lautsprecher beschallt das Städtchen mit Allah u Akbar. Ein dichtes Blätterdach trennt unsere Etage vom Erdgeschoss. Später, als wir uns von der netten Frau verabschieden, schaue ich nach oben und siehe da, der Himmel hängt voller Kiwis. Ich werde auch direkt genötigt auf…
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Ulcinj, km 1493 (MNE)
Gemütliches Frühstück auf unserem großen Balkon. Wir haben es heute nicht so weit. Zur Mittagszeit beziehen wir das nächste Häuschen, deponieren vieles und ziehen wieder los. Es geht raus zu den alten Salinen. Das große Gebiet ist sehr seltsam, fast unwirklich. Fans von Lost Places kommen voll auf ihre Kosten. Ein fauliger Abbruchsgeruch liegt in…
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Utjeha-Bušat, km 1443 (MNE)
Man sagt ja, das Auge isst mit. Die Küche im Hostel war kein Augenschmaus. Es gibt Orte, die man gerne genauso wieder verlässt, wie man sie vorgefunden hat … Unser Vermieter ist ein kompaktes Kerlchen mit festem Händedruck. Er versteht kein Englisch, wir seine Sprache auch nicht. Die Brücke zwischen uns ist das Handy: Er…
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Cetinje, km 1351 (MNE)
Die Frage mit dem Automaten wollen wir dann doch noch verfolgen. Heute Morgen stecken wir oben was rein, aber unten kommt nicht´s raus. Weder Wasser noch Futter. Die Dinge hängen nicht miteinander zusammen. Wahrscheinlich leeren die Herren von der Altstadtmüllabfuhr einfach die obere Klappe. Die sind nämlich im Anmarsch mit ihren kleinen Wägelchen. Wir verlassen…
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Kotor (MNE)
Ja wir sind geblieben, und wir haben es nicht bereut. Am Vormittag machen wir uns auf den Weg, steigen Stufe um Stufe den Berg hinauf, entlang der mittelalterlichen Festungsmauern, die hoch über der Stadt thronen. Die Steine sind blank geschliffen von den vielen Schuhen, manchmal richtig rutschig. Es ist ein steiler Weg, aber er lohnt…
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Kotor, km 1297 (MNE)
Richtung Montenegro führt nur eine Straße aus der Stadt hinaus. Die ist sch … zu fahren. Wutzig steil und ebenso wutzig viel Verkehr. Die gute Nachricht: er verläuft, oder verfährt sich dann irgendwohin. Wir biegen auf die alte Bundesstraße ab, da kann man richtig schön trödeln und ständig anhalten um Fotos zu machen und weil…
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Dubrovnik, km 1209 (HR)
Wenn wir schon mal in Bosnien sind, dann sagt Frau Jung, „Mostar klingt doch spannend“. Wir haben eine ganz hübsche Strecke über Nebenstraßen durch die Berge rausgesucht, später sollte es an einem Fluss entlang Richtung Mostar gehen. (schlappe 66 km) Unsere Planung ist wunderbar. Winziges Sträßchen, null Auto. Unsere bleichen Berge, die uns schon seit…
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Neum, km 1131 (BIH)
Wir hatten zuhause darüber gesprochen. Die beiden wollten auch nach Kroatien, mit dem Wohnmobil. Wann habe ich vergessen, aber wir sagten es könnte passen. Wo? Irgendein Campingplatz vor Dubrovnik. Okay wir sind vor Dubrovnik, und ich habe Natalie gestern Abend geschrieben. Punktlandung. Die beiden sind gestern angekommen, nur 40 km weiter und wir treffen uns…
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Makarska, km 1036 (HR)
Von unserem 6. Stock können wir ein riesiges Kreuzfahrschiff entdecken, das heute Morgen hier fest gemacht hat. Vermutlich sind es nun ein paar tausend Touristen mehr, die durch die engen Gässchen schwirren und nach Souvenirs jagen. Wir verlassen Split und mit jedem Kilometer wird der Verkehr etwas weniger, schrumpft auf ein normales Maß. Ein großes…
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Split, km 972 (HR)
Schäfchenwolken. Der Himmel spannt sich etwas weiter hier unten. Landschaftlich ist es wundervoll. Kleine Inselchen, Buchten mit glasklarem Wasser. Aber wo es so schön ist, da wollen auch viele hin. Und so wundert es nicht, dass schon deutlich mehr Verkehr unterwegs ist. Größtenteils ist die Küstenstraße aber recht breit, so dass man ganz gut aneinander…
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Šidonik, km 880 (HR)
Gestern gesehen. Die Züge fahren noch. Den Schlüssel geben wir wieder in der Bar ab, lernen unseren Vermieter kennen. Die Bar heißt Marino und ist nach ihm benannt. Warum spricht er so gut Deutsch, wollen wir wissen. Und er beginnt zu erzählen. Mit 14 Jahren kam er nach Deutschland, als Flüchtling vor dem Krieg, nach…
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Gračac, km 767 (HR)
Den Zimmerschlüssel geben wir nebenan im Cafe paradiso ab. Es verschlägt einem echt den Atem beim Eintreten. Alle sind am Qualmen… das kennt man bei uns gar nicht mehr. Direkt am Ortsausgang liegt der Flughafen, Aerodrom Otočac steht auf dem Schild. Wir müssen immer noch grinsen, wenn wir an die Jumboportion von gestern denken. Der…
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Otočac, Km 671 (HR)
Sobald wir aus der Stadt raus sind, haben wir die Straßen wieder für uns. Nach dem großen Friedhof geht es direkt in die erste Steigung. Heute sind es der Höhenmeter viele, dafür die Steigungen teils lang aber recht moderat. Wenn da nicht der Wind wäre. Irgendwie will der immer da runter wo wir gerade hoch…
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Karlovac, km 539 (HR)
Dr. Google sagt, Ne Radi heißt: funktioniert nicht. Na ja, so ganz können wir das nicht unterschreiben denn der Kühlschrank hat so gut funktioniert, dass wir den Frühstücksjoghurt (Natur, ohne Bisel) erst mal in der Mikrowelle auftauen mussten … Dann Zockeln und Hoppeln wir über Bürgersteige und durch Baugerüste verstellt Radwege aus dem Gewusel von…
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Zagreb, km 469 (HR)
Auf geht´s Richtung Zagreb. Dieter hat vorsorglich ein Zimmer reserviert. Kaum Verkehr, alles Bestens, die kleinen Ortschaften sind noch sehr verschlafen, Hühner laufen frei auf der Straße. Der leider geschlossene „Frizerski Salon“ hat oft einen rosa Anstrich (schönes Wort, oder? Heißt natürlich Frisör, für Frauen? und von denen gibt es sehr viele. Es gibt aber…
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Krapina, km 406 (HR)
In dem ganzen Geschreibsel über das musikalische Sammelsurium ist etwas komplett unerwähnt geblieben. Da war nämlich noch ein anderer Berg zu bewältigen, ein richtig heftiger, vor dem wir beide kapitulierten. Der Berg bestand aus Falafel. Im dem Restaurant gab es nicht nur Klänge sondern auch Gänge. Dieter hatte „eine harmlose Platte“ für zwei Personen bestellt.…
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Maribor, km 300 (SI)
So schön in den frischen Morgen zu fahren. Die Sonne steht noch tief, hat aber schon genug Kraft um den Tau der Nacht über den Wiesen zum Dampfen zu bringen. So einige Rampen stören den Flow, die Steigungen sind einfach heftig, doch oben wird man mit wunderbarem Panorama belohnt. Eine Frau fotografiert Blüten am Baum.…
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Fehring, km 215 (A)
Die Sache mit der lustigen Ribisel verlangt nach Korrektur. Gestern schrieb uns eine Freundin: „das sind doch keine Heidelbeeren sondern Johannisbeeren.“ Hmm.? Rote Ribisel stand denn auch auf der Johannisbeer Marmelade heute Morgen. Da wir unseren Frühstücksjoghurt im Allgemeinen nicht fotografieren gibt es auch kein Beweisfoto. Aber wir haben mit einer österreichischen Fachfrau gesprochen, die…
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Pinggau, km 113 (A)
Schwarze Ribisel sind Heidelbeeren, das lernen wir beim Frühstück vom Joghurtbecher. Danach geht´s hinaus aus Wien. Super Radwege, viele Ampeln. An einigen Häuserblocks steht in Stein gemeiselt: „Erbaut von der Gemeinde Wien in den Jahren 1924 – 1925“, irgendwer hat „Hambi muss bleiben“ an die Fassade gesprüht. „Kann ich ihnen etwas abnehmen?“ frägt der Mülleimer.…
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Saarbrücken – Wien
Ich kann es mir einfach noch nicht vorstellen … so unsere letzten Worte gestern Abend vor dem Einschlafen. Der Mond schien so heftig ins Schlafzimmer als wollte er uns noch ein wenig am Schlafen hindern und unserer Einbildungskraft auf die Sprünge helfen … Seit heute Morgen stellen wir uns nicht´s mehr vor, wir sind mittendrin.…
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Saarbrücken
Die Strecke steht jetzt, wir starten in Wien und fahren nach Vasilitsi (Peloponnes) in Griechenland, ein Stück zurück nach Patras, mit der Fähre nach Bari (Italien) und dann die Adriaküste über San Marino bis nach Bozen Dabei fahren wir durch die Länder Österreich, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien, Griechenland und Italien